31 März 2014

ICH KANN MARATHON!

"Sie laufen den Marathon  ganz schön schnell!"  

das ist doch echt mal 'ne nette Ansprache am *Tag danach*  im Hotel am Frühstücksbuffet. Noch dazu, wenn sie völlig überraschend vom geschätzt ca. 10 Jahre jüngeren und durchaus sehr sportlich wirkenden Mann geäußert wird.  Könnt' ich mich dran gewöhnen :o)

Ich strahle den mir Unbekannten an und erwidere prompt: "Ja, gell! Ich find' mich auch toll!" muss dann aber gestehen, dass sein Gesicht mir leider unterwegs nicht aufgefallen ist. "Kein Wunder, ich bin ja auch fast die ganze Zeit hinter Ihnen gelaufen. Sie haben sich an den Verpflegungsstellen immer den nassen Schwamm ins Shirt gestopft!" Stimmt, das hab' ich - Verwechslung also auch unwahrscheinlich. Er meint MICH. Wir tauschen noch ein paar Erinnerungen, Zeiten, Anekdoten an gestern und über die Lauferei als solche aus und bei so vielen charmanten Komplimenten sei ihm auch verziehen, dass er dann doch irgendwann an mir vorbei und einige Minuten früher ins Ziel gelaufen ist.  Und zum wiederholten Mal in den letzten Stunden flutet mich der glückliche Gedanke:

I C H   K A N N    M A R A T H O N!

Klar - gelaufen bin ich schon viele. Einige sogar auch schon durchgelaufen und nicht immer war es schlimm. Oft sogar schön. Will das gar nicht schlechtreden - alles hat seine Berechtigung und Vor- und Nachteile.  Nur war es bisher jeweils so, dass die Strecke mit mir machte, was sie eben wollte und diesmal kam es mir vor als hätte ich das Heft fast durchgängig in der Hand behalten. Auch mal eine nette Erfahrung, wie Training so wirkt. Gerade dann auch beim Marathon. Ist schon schön irgendwie ...

Die Vortage:

So wirklich spannend fand ich es nicht an der Weinstraße: dominant vor allem die Autos, Autobahnen mit Dauertosen und Schwerlastverkehr. Gewerbegebiete, ein gerüttelt Maß an Trost- und Farblosigkeit ... ich schluckte doch ein wenig beim Anblick der fablosen Weinhügel rundum, der Straßen, Gewerbeflächen, -hallen und verbreiteten Eintönigkeit (nö - davon gibt's keine Fotos hier - versaut mir nur den Blog ;).


Mit Fokusblick findet man sie schnell, die Lichtblicke und Besonderheiten, die netten und schönen Dinge dort.

Tatsächlich blühen noch einige der Mandelbäumchen und auch viele andere Frühlingsblumen und - sträucher blühen und duften um die Wette. Es ist warm. Sehr warm. Und soll noch wärmer werden.  Inzwischen bin ich mehrere Marathonläufe in Weinanbaugebieten gelaufen und mehrmals war es eine unglaubliche Hitzeschlacht.

Vielleicht sollte ich als Auswahlkriterium einführen:

Wo die Leute schon im frühen Frühjahr Palmen nach draußen stellen und sogar einige Exemplare frei in Gärten wachsen, da wird sich NICHT angemeldet ...


Der Balla-Doc hat's in einem Blogkommentar schon erraten:

Hast Du ein neues Geheimrezept? Schuniwaschi-Joghurt... äh Yoga? Spirituelles Muskeltraining? 

Doc, woher wusstest du? *pssst*, nicht weitersagen ... gell ;) Das geht so: man suche sich einen geschichtsträchtigen Ort - in diesem Fall z. B. eine Burgruine und absolviere geheime Übungen und Tänze im Bannkreis der Geister und Dämonen *lirum larum Löffelstiel*  und schon fluten die Kräfte der Ritter und Burgfräuleins, die Energie, die sie diesem Ort eingehaucht haben auch die Körpe des dort Übenden. Oder verraten wir das doch und bieten - ist natürlich nicht ganz billig, sowas - neue Trendkurse dazu an?


Tatsächlich dienten die Übungen auf dem Tisch der Burgruine zunächst nur dem Posing - als ich aber feststellte, dass Iliosakralgelenk, Schultergürtel, Hüfte ... knirschen, knacken und ächzen ... da machte ich kurzerhand - oder kurzerbein? - Ernst draus und dehnte alle Sollbruch- und Meckerstellen einmal ordentlich durch.

Was gut tat - genauso wie das Wassertreten im Kneippbecken von Bockenheim.

Ob auch Wein und Saumagen - ja, ich habe ihn am Freitag abend be- und dann festgestellt, dass er zwar einigermaßen essbar ist, ich ihn aber zu meinem persönlichen und kulinarischen Glück genausowenig brauche wie z. B. Bratwürste und Konsorten - ob auch diese Komponenten am Erfolg beteiligt waren oder doch eher Minuten kosteten? Wir alle werden es wohl nie erfahren ... und letztlich isses auch Wurscht ... denn:


im Partnerlook am Start



ICH 

KANN

 MARATHON







Und der ging so, der LAUF:

Dass es schon morgens recht warm war, das sagte ich bereits? Es war sauwarm und wurde später schweineheiß. Im Zelt kurz Martin  mit Hans gefunden,  sich  bekannt gemacht bzw. kennen wir uns ja eigentlich schon ewig ... über die Blogschreiberei ... die üblichen Tätigkeiten: Klamotten abgeben, nervös rumhibbeln etc. abgespult, noch ein bisschen ausgeruht und dann ab in die große Menge der vielen Laufwilligen - die meisten jedoch gemeldet für den Halbmarathon.

Zunächst aber erspähten wir uns gegenseitig in der Startermenge: ein Tübinger Teilnehmer der M70, der ebenfalls das Shirt vom letzten Nikolauslauf trug. Sein Kommentar: "Dann können wir ja einen Paarlauf machen." Nach Austausch der Zeiten und heutigen Pläne stellte sich heraus: das würde sogar wirklich ganz gut passen! Wir starteten gemeinsam und obwohl kein bewusster "Paarlauf" stattfand, behielt ich tatsächlich das Partnerlookshirt kurz vor mir immer im Blick bis sich - irgendwo vor Kilometer 12 - die Halbmarathonläufer auf eine andere und Rückstrecke begaben.  Nee, so früh umentscheiden - DAS ging ja echt nicht. Hätte man mich nochmal 10 Kilometer später gefragt, dann vielleicht ... nee, auch dann wäre ich beim Marathon geblieben :)

Das dichte Läufergedränge am Anfang verhalf mir vermutlich dazu, auf den ersten beiden Kilometern genau das Tempo zu treffen, das ich mir als "Hitzekompromiss" für den Anfang vorgenommen hatte: den Sechserschnitt. Zwar hatte ich das erste Kilometerschild nicht gesehen - die Menschenmassen schoben sich dicht gedrängt durch enge Gassen und ich stand doch ein wenig zu weit hinten für mein Tempo. Aber beim zweiten Schild zeigte die Uhr 12 Minuten an - ich war's zufrieden.


Denn: obwohl ich Hitze bei Marathons nicht sehr mag und nicht immer gut vertrage - es ging mir gut. Die Strecke absolut schattenfrei - bzw. gab es in Grünstadt ein kurzes Stück in der Fußgängerzone, bei dem kleine Schattenpassagen auftauchten und dann in Bad Dürkheim an den Salinen entlang war auch etwas Schatten. Ich schwöre: das war alles! Maximal 500 Meter schmalster Schattenstreifen während des gesamten Marathon, bei dem sich die Hitze in den Weinbergen staute, die Sonne bretzelte und sich das Wetter überhaupt komplett hochsommerlich gebärdete. Erstaunlich für mich: es liefen viele Läufer trotzdem langärmlig - einige sogar mit Jacken. Unfassbar für mich, die mit kurz-kurz noch viel zu warm eingepackt war im Grunde. Aber noch weniger geht ja auch nicht ....

Am Ortsausgang von Bockenheim die erste recht flotte Bergabstrecke, gegenüber nach Asselheim dafür das erste Mal recht knackig bergauf ... beides erschien mir locker und leicht, ich ließ die ersten Versorgungsstände aus denn noch war ich nicht durstig und hatte schon bald Lauffreiheit im aufgelockerten Mittelfeld. Wobei es - solange die Halbmrathonis noch mit auf derselben Strecke liefen - doch auch immer mal wieder engere und gedrängtere Situationen gab. Aber nicht dramatisch oder wirklich behindernd.


Irgendwann kurz nachdem das HM- und M-Feld sich getrennt hatte, tauchte vor mir die erste wirklich knackige Steigung in den Weinbergen auf. Der reichlich genossene Morgenkaffee drängte aus der ziependen Sextanerblase, weit und breit weder Baum noch Busch oder Dixiklo und so hockte ich mich einfach völlig ungeniert in eine Rebstockreihe, entledigte mich mindestens nochmal eines halben Liters Ballast und lief auch diese Steigung locker und flockig hoch als wäre es nichts. Irgendwann sagte neben mir jemand was vom "5:30er-Schnitt", den wir gerade laufen. Ein bisschen erschrak ich mich - aber nicht zu sehr. Es fühlte sich nach wie vor gut an.

Bei Kilometer ca. 18 - am Fuße einer kilometerlangen und wunderbar zu laufenden Bergabpassage wartete zum ersten Mal Volker und fotografierte. Obwohl ich wusste, dass er Ersatzschuhe in einer Tasche hat - ich traue meinen inzwischen über 2 Jahre alten Adidas Adipure Motion nicht mehr so richtig weil sie zu schwächeln anfangen. Sie sind aber nach wie vor meine besten Bestzeitenjäger, die ich regelrecht hätschele und liebe - und ich seit Kilometer 10 merkte, dass sich an der linken Fußsohle eine Scheuerstelle gebildet hatte, hielt ich nicht an zum Wechsel sondern rief ihm nur zu, er solle sie beim nächsten Treffen bereithalten.

Lief schnöde vorbei, nahm kaum Tempo raus und überhaupt hatte ich bisher - ausser beim Pinkelstop - noch kein einziges Mal angehalten. Tauchte zwar inzwischen an jeder Versorgungsstelle meinen pinkfarbenen Schwamm im Form einer Weintraube in die Wannen mit kaltem Wasser und trank auch einige Schlucke Wasser, Schorle oder Isoplörre im Wechsel. Alles aber ohne anzuhalten: kurz die Stelle anpeilen, in der kein Gedränge herrscht und mit nur leicht abgebremster Geschwindigkeit im fliegenden Durchlauf schnappen, was geschnappt werden muss und im Laufen trinken. Auf so ein "Hetz- und Profigebaren" ;) wäre ich ja früher im Traum nicht gekommen bei Marathonläufen. Aber diesmal war mir jede Sekunde zu schade. Es lief - ich war im Flow. Später wechselte ich die Schuhe doch nicht - an meiner Fußsohle prangt zwar eine dicke fette pralle Blase - aber sie hält dicht und störte irgendwann überhaupt nicht mehr. Sie tat, was eine Blase tun muss: schützte die Reibestelle und damit vor Schmerzen.


Als beim Halbmarathonpunkt meine Uhr 2h01min zeigte, fand ich das zwar einerseits toll. Merkte jetzt inzwischen aber doch deutlich, dass ich der Hitze ihren Tribut zollen würde und von "negativen Splitzeiten" etc. heute keine Rede sein konnte. War mir hier und jetzt sicher: wenn ich jetzt nicht überziehe, dann habe ich meine neue Bestzeit im Sack! Aber Geschwindigkeit würde ich eindeutig rausnehmen müssen. Was ich tat.

Wenn's gut läuft und keine Dramen sich ereignen, dann lässt sich über so einen Marathon viel weniger lustiges und spannendes Zwischendurchzeugs berichten als bei Einbrüchen.

Es war irgendwo bei ca. km 30 als ein Sprecher in ein Mikro sagte: "Die jetzt hier durchkommen, befinden sich im unauffälligen Mittelfeld". "WOW", dachte ich: ICH im Mittelfeld eines anspruchsvollen Marathon. Und tatsächlich: auch im Ergebnis bin ich - wenn man Männer und Frauen zusammennimmt - ziemlich mittig gelandet (um das ganz exakt rauszufriemeln, müsste ich mir eine Mühe machen, zu der ich keine Lust habe - kommt aber ziemlich hin). Dass ich dort "unauffällig" war, störte mich (diesmal?) überhaupt nicht. Im Gegenteil: nicht wie sonst meistens um mich herum gähnende Leere und nur hier und da einige meist ähnlich abgekämpfte Mitstreiter und hauptsächlich schon recht ermüdetes Restpublikum, das unbedingt auch noch die Letzten zu Gesicht bekommen möchte. Nein! Diesmal waren immer noch Läufer und Läufergruppen um mich herum, vor mir, hinter mir ... nie alleine, nie abgeschlagen. Und - auch das fiel mir auf - die sahen doch glatt fast alle sportlich aus. So richtige MarathonläuferInnen irgendwie ...  und ich mittendrinnen ... 

Sorry - es gab nicht mehr viel. Auch diesen Event-Firlefanz: Rieslingdusche und Rieslingschwamm habe ich wohlweislich ausgelassen. Bin einfach nur gelaufen. Irgendwann an Steigungen vermutlich auch schneckenlangsam. Aber das war zu Zeiten, in denen ich schon an Scharen von Gehern vorbeilief. Auch bei mir fing irgendwann die Zähigkeit an und es fiel mir schwer. Und ich wusste: das gibt morgen Muskelkater!  Aber nie - auch nicht eine Sekunde lang - bestand für mich die Gefahr, selber gehen zu müssen. Kein Mann mit Hammer weit und breit - tschuldigung Chief-Balla, wenn ich tatsächlich (fast ;) ehrlich schreiben muss: "Ich bin den locker durchgelaufen" ;). Denn:

I C H   K A N N    M A R A T H O N!

Zieleinlauf


Statistik:

meine Zeit:  4:14:31

gesamt: gibt's keine Gesamtliste - irgendwo mittig (Sieger:  Yonas Kinde - M30 -  in 2:23:47)
Frauen gesamt:  Platz 57 von 162  (Siegerin: Prisca Kiprono - W30 - in 2:50:24)
W50: Platz 9 von 42  (Siegerin:  Ingrid Rolfes in 3:42:35)


danach

Kommentare:

sam hat gesagt…

Hallo Lizzy,

schön zu lesen, daß der Marathon mal keine Quälerei war. Gratuliere Dir. :-)

http://www.morgenweb.de/region/mannheimer-morgen/metropolregion/laufen-durch-rieslingnebel-1.1529412

Tschö sam

Anonym hat gesagt…

Hi Lizzy, ich hatte gerade irgendwie das Gefühl, ich müsste mal wieder bei dir reinschauen, ist ja schon so lange her ... :-) :-) :-) :-) :-) :-) Glückwunsch, KLASSE, tief verneig ... und auch sonst habe ich offenbar einiges verpasst ... staun, krieg den Mund gar nicht mehr zu! Ich freue mich mit dir :-) :-) :-) :-)

Gruss aus Köln, Manfred

Blumenmond hat gesagt…

Ja, das kannst Du wirklich. Und dabei haste ne Menge Spaß in den Backen, das sieht man Dir an. Großartiges Kino!

binoho hat gesagt…

Das war...SPITZE
Du bist sooo gut drauf, das zeigen auch gerade die Bilder danach.
Viele Hm und 42km Sonne pur kann ich mir gerade gar nicht vorstellen.
Erhol dich gut!

Jörg hat gesagt…

Ich gratuliere dir zum unauffälligen Mittelfeldplatz. Was ich am meisten bewundere, wie du über Jahre immer dabei bleibst und dich immer wieder aufraffst.
Eine 4:13 ist schon eine gutenZeit, und für Frau und deine AK schon richtig gut. Das sollte auch gar nicht gemein sein.

Anonym hat gesagt…

Einfach klasse Lizzy!
Das liest sich so locker und du schaust so entspannt und fröhlich aus auf den Fotos,
da kommt man gar nicht auf die Idee, dass du den Marathon
im wärmsten März seit 100 Jahren gelaufen bist.
Ich muss das auch mal schreiben:
D U   K A N N S T   M A R A T H O N!

Glückwunsch und liebe Grüße,
Frauke

Manu hat gesagt…

Liebe Lizzy,

die Aussage "Ich kann Marathon" finde ich toll. Und unterscheidet uns beide, denn mal ganz davon abgesehen, dass die Gegenwartsform bei mir eh nicht hinhaut, selbst als ich richtig gut drauf war und selbst bei meiner sub 4 Zeit, auf der ich mich seither immer noch ausruhe, traf das auf mich nicht zu. Ich konnte nie Marathon, IMMMER hat der Marathon mit mir gemacht, was er wollte, auch wenn ich mal mehr, mal weniger Einfluss darauf nehmen konnte. Insofern ist das Statement für mich unschlagbar klasse! Schöne Bildstrecke auch, steht dir gut, der Lauf! :) LG, Manu

lizzy hat gesagt…

Euch allen: sam, Manfred, Anja, Norbert, Jörg, Frauke und Manu ein ganz herzliches Dankeschön für die Kommentare, Glückwünsche und Mitfreude.

Jörg, wo sollte da auch was gemein sein? Ich bin in der AK, in der ich nunmal hingehöre. Und beim Laufen ist das noch viel leichter, dazu zu stehen. Jünger wär`s schon ein Fitzelchen weniger gut *s*

Wobei das mit den locker aussehenden Fotos schon auch ein bisschen Trick war ;) Die meisten waren grauenhaft und mussten leider von der Vorzensur aussortiert werden *s*

Anonym hat gesagt…

Gratulation, Lizzy! Voll super!
Ich versprech dir, ich werd mich von nun an zusammenreißen, aber ich glaub doch, dass du "more born to run" bist als ich.
Und Danke für mein neues Mantra: ich kann Marathon.

Genieß deinen Erfolg
LG
Gabi

Martin hat gesagt…

Natürlich ! Klar läufst du auf dem Ebenen locker unter 4 Stunden! Die Strecke war nicht gerade einfach und das du mit den Temperaturen nicht so ganz zufrieden warst, hast du ja mir zu verdanken. :-)
Die Gegend dort gefällt mir auch nicht so gut, ich brauche Wald und keine kahlen Reben. Schön das wir uns noch kurz vorher getroffen haben (uns ganz kurz bei der Massage )
Ich hoffe wir wiederholen das noch ein Mal!
LG
Martin

Anonym hat gesagt…

Glückwunsch auch von mir!!!
Hat alles geklappt: erfolgreiches Training,ein schöner Lauf, ein grandioser Zieleinlauf, schöne Medaille und noch schönere Fotos.
Gruß nach München
Sigrid

lizzy hat gesagt…

Danke auch noch an Gabi, Martin und Sigrid :)

Gabi - nicht zu doll zusammenreissen bitte oder zumindest nicht mir zum Versprechen - es ist so gar nicht mein Wort weil es sich nach "Zwang" und "Beschränkung" anhört ;) Zusammengerissenheit und "Flow" - das passt irgendwie nicht zusammen ;) Überhaupt ein spannendes Wort, dieses "zusammenreissen" .. muss ich gleich mal eine Weile drüber sinnieren *s*

Du weisst ja schon, dass der Pfälzerwaldlauf schon wegen des Termins im August für mich schwierig ist, Martin. Aber unsere Läuferleben sind hoffentlich noch lang und bei unsrer Neigung, auch gerne mal durch die Gegend zu gondeln, ist die Wahrscheinlichkeit für ein weiteres Treffen zumindest nicht gering. Wobei ich dein Tempo dann wirklich nie erreichen werde - das war beeindruckend, was du da hingelegt hast an der Weinstraße und mit relativ wenig Training im Vorfeld.

Babsbara hat gesagt…

Bei dem schönen Bericht gratuliere ich gern noch einmal! Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dann sind es diese schönen Bilder, auf denen du dich so freust und echt entspannt aussiehst.
Ist sicher ein tolles Gefühl, in der Altersklasse die ganzen Bestzeiten zu schaffen. Und so wie es momentan aussiehst, bist du zumindest beim Marathon noch nicht am Ende.
Superschön!
LG,
Babs

lizzy hat gesagt…

Babs, es war und ist ein tolles Gefühl, das stimmt :-) Und Danke!

Was die Fotos von "danach" betrifft: im Becher in meiner rechten Hand ... das ist Riesling(schorle) und davon hatte ich - wenn schon nicht unterwegs, dann wenigstens im Ziel *s* - mehrere hintereinander. Der entspannte Gesichtsausdruck könnte also durchaus auch daher rühren *g*

Babsbara hat gesagt…

Na, das hattest du dir ja eh verdient :-)

Anonym hat gesagt…

Aber nein, Lizzy, mit Zwang und Müssen hab ich gar nichts zu tun und Sprüche wie "quäl dich, du Sau" gehen ungenützt an mir vorbei.
Aber ich möchte es nun doch wissen, ob ich nächstes Jahr zu meinem Fünfziger vielleicht doch noch schaffe, den Marathon in 4:30 zu laufen und habe mir angesichts der Vorbildwirkung deiner fulminanten Verbesserung fest vorgenommen, aus meiner lahmarschigen Komfortzone herauszugehen, ähm -laufen. "Reiß di amol zsamm," das sagt immer mein Mann zu mir!

LG
Gabi

lizzy hat gesagt…

ahso - naja, bei mir hat das doch tatsächlich fast 10 Jahre gedauert bis die 4:30-Grenze gerissen wurde. Wie sind deine "Ausgangsdaten"? Wie lange läufst du schon, wie oft M und in welchen Zeiten? Also ... falls du das erzählen möchtest. Dann hätten potenzielle Tippgeber ein paar Rohdaten, bei denen sich ansetzen lässt ...

Elke hat gesagt…

Herzliche Glückwünsche. Bei diesen Bedingungen -bergauf und -ab und dann noch dermaßen warm- locker durchlaufen, das können nur wahre Könner!
Liebe Grüße
Elke

Anonym hat gesagt…

Ich laufe seit 15 Jahren, davon intensiver in 2 Phasen. Drei M von 2002 bis 2004 (4:41, 4:19, 4:29) Dann einige Jahre versumpft. Bisserl gejoggt. "Neubeginn" 2011, von fast 0 auf 42. Das musste sein, ein weniger ehrgeiziges Ziel hätte mich nicht aus dem Sumpf bzw. running blues herausgeholt!!! 2011 5:06, 2012 5:03, 2013 5:13. Die letzten beide Male war ich 14 Tage vor dem Marathon erkältet und bin sehr vorsichtig gelaufen.
Möchte heuer unter 5h und nächstes Jahr wenn möglich unter 4:30 laufen.
Gruß,
Gabi

weinbergschnecke hat gesagt…

Natürlich kannst du Marathon. Richtig flott sogar! :-) Herzlichen Glückwunsch, Lizzy!

Jetzt bin ich nur gespannt, ob du es dabei bewenden lässt oder dich in diesem oder im nächsten Jahr doch noch eine flache Strecke für einen sub 4-Versuch ausguckst. Ich bin sicher du könntest, zweifle aber, ob du wölltest. ;-)

Viele Grüße,
Anne

lizzy hat gesagt…

Hallo und Danke Elke :) Werde jetzt auch bei dir den Endspurt mit gedrückten Daumen verfolgen!

Gabi, das liest sich als müsstest du "nur" (was man so "nur" nennt eben ;) wirklich wollen, Zeit und Energie dafür verplanen und die "Maschinerie" in Gang setzen entsprechend. Dann schaffst du die Vorhaben allesamt.

Und ich werde jetzt - das auch zur Überleitung an Anne "Hallo, grüss dich und Danke dir, Anne :)" - aber erstmal auch wieder rückschrauben und für eine Weile mehr auf "bisserl joggen" zurückschalten mit eingestreuselten und nicht konkret vorbereiteten "Wettkämpfen" dazwischen. Wobei das mit dem Himmelswege-Marathon vermutlich schon ein bisschen zuviel an Vorhaben ist ... aber nun bin ich angemeldet und freue mich ja auch drauf.

Aber doch! den sub-4-Versuch habe ich vor und schon geplant. Für den Herbst. Setzt natürlich voraus, dass ich bis dahin wieder mindestens bei dem momentanen Fitness-Stand angekommen sein werde, der Versuchung widerstehe, ihn bis dahin nahtlos aufrecht zu erhalten oder gar weiter zu steigern (das ginge nach hinten los, das merke ich genau) und: das Gewicht mindestens zu halten. Was gerade jetzt ein bisschen zäh wird weil ich mit der blöden Qualmerei wieder aufhöre ... ja ... ich war schon fast wieder "auf'm Trip" - habe es nie oder nur ganz am Rande erwähnt weil ich das selber nicht so recht wahrhaben wollte: wieder zu rauchen und sogar regelmäßig mit eigenem gekauften Tabak (sowohl vor und nach HM, Zehner und auch M. Nicht massenhaft - aber ich habe täglich mehrere Fluppen gequalmt).

Nunja - jetzt seit Montag wieder ohne und natürlich macht sichs der SToffwechsel jetzt erstmal gemütlich was in Kombination mit drastisch zurückgefahrener Lauferei bedeutet: die Gewichtskurve will nach oben wandern. Ich konnte es bis jetzt noch ziemlich reduziert halten und hoffe, das bleibt auch weiterhin unter Kontrolle ... so ganz suchtfrei, das ist ja für mich ziemlich unvorstellbar ;)

Was wollte ich sagen, bevor ich zu schwafeln anfing? Achja:

19.Oktober - Oldenburg-Marathon

der soll es werden. Warum der? Ich war noch nie in Oldenburg, Niedersachsen fehlt mir im Lauf-die-Länder-Spiel noch, er ist flach, klein und heimelig, zwei Runden zu laufen könnte mir liegen und irgendwie "sprang er mich an". Sprich: völlig willkürlich eigentlich ;)

nordlaeufer hat gesagt…

Auch an dieser Stelle einen herzlichen Glückwunsch! Dass du auf dieser Strecke unter 4 h laufen kannst, glaube ich allerdings auch bei bestzeitenfreundlicherem Wetter nicht. Umso besser, dass du es nicht versucht hast und mit neuer Bestzeit hat man meiner Meinung nach alles richtig gemacht. Wenn du es schaffst, über den Sommer Ruhe zu bewahren und dich nicht auf der Jagd nach immer neuen Bestzeiten in Wettkämpfen aufreibst, denke ich schon, dass die sub 4 h für Oldenburg ein sehr realistisches Ziel sind. Flach wird es da sein und die Runden durch die Innenstadt garantieren doch ein paar Zuschauer ud man sieht hin und wieder sicher auch noch ein paar Läufer.

Ansonsten geht es mir so wie Manu, ich kann nämlich auch keinen Marathon. Womöglich ist es bei mir aber immer nur eine absolute Fehleinschätzung des Trainingszustandes und der daraus resultierenden möglichen Endzeiten.

Wie dem auch sei, schön, dass es bei dir so gut geklappt hat, ich werde das hier gerne weiter verfolgen.

lizzy hat gesagt…

Hallo Ralf :) Danke für die Glückwünsche an beiden Stellen.

Vielleicht haben du, Manu und ich auch nur völlig unterschiedliche Definitionen und Auffassungen, was unter "Können" zu verstehen ist ;)

Ich werde sehr versuchen, mir alles zu Herzen zu nehmen, was an Tipps für Oldenburg eintrudelt und dann nochmal einen ordentlichen Spurt versuchen.

Laut damaligem Posting zum Thema "mit 50 unter 50" stünde eigentlich schon lange der "Rückzug auf's Altenteil" an - der aber nun doch noch ein wenig nach hinten verschoben wurde ;)

Tati hat gesagt…

Hallo Lizzy,
gerade aus dem Urlaub zurück, lese ich mich durch deinen Blog und bin begeistert. Herzlichen Glückwunsch. Hast du super hingekriegt den Marathon. Die Fotos sehen richtig gut aus.
Oldenburg im Oktober hoffentlich recht flach und nicht so warm. Das könnte passen ;-)

Liebe Grüße
Tati