15 Dezember 2017

Was lange währt, ist noch lange nicht am Ende!

Es war einmal vor langen Zeiten, da versuchte eine seit Schülerinnenzeiten unter die „fremdsprachlich Unterbelichteten“ einsortierte aber inzwischen ergraute Münchnerin mittleren Alters, sich erstmals darin, sich der italienischen Sprache in Grundzügen zu ermächtigen ... Näher erläutert wurde dies in einem früheren Blogbeitrag zur GTA (bisschen scrollen bis „Exkurs“).

Es folgten Jahre ohne jegliche Weiterverfolgung, ein Wander-Sprachurlaub, in dem ich lediglich feststellen musste, dass auch eine Woche mit Italienisch in den Ohren die Kenntnisse kein bisschen vorantreibt, solange keinerlei Unterrichtseinheiten, Übungen oder sonstige Lernbemühungen stattfinden. Das mit dem „Hörverstehen“ (schon immer mein liebster und bester Part) wird zwar besser. Aber keine Vokabel, keine Grammatikeinheit ... schlicht: nichts schreitet wirklich voran, das mir hätte helfen können, auch nur halbwegs flüssige Unterhaltungen auf Italienisch bestreiten zu können :( 

Auch der Versuch, mich zu jedem Pfingsfest ins Freie zu begeben in der Hoffnung, die Flammen vom Himmel mögen mich treffen und mir ein Sprechen in fremden Zungen ermöglichen: umsonst!

Das Alter schritt voran, die Jahre vergingen, die Merkfähigkeit wurde keineswegs besser. Sollte ich den Wunsch, jemals der Italienischen Sprache zumindest in Grundzügen auch aktiv mächtig zu sein, aufgeben? AUFGEBEN? Pfü .... 

Nach inzwischen weiteren zwei Kursen -bei der VHS im Landkreis München Nord (einmal wöchentlich, oft verpasst, so gut wie nie die Hausaufgaben erledigt ...) und - das hat‘s dann echt mal gebracht: online-Kursen bei lingua-TV über die Stadtbibliothek München bzw. deren Onleihe (ohne weitere Zusatzkosten zum Mitgliedsbeitrag der Stadtbibliothek! unglaublich eigentlich), die vielfältig, lebendig, unterhaltsam und zum spannenden Lernen vor dem Monitor hervorragend aufbereitet sind (ich krieg‘ mich da gar nicht mehr ein, so sehr begeistert mich diese Lernform), konnte ich inzwischen zwei Anfängerkurse (A 1.1 und A 1.2) mit - wenn auch „nur“ online und damit nicht beweisbarem - Zertifikat abschließen.




Wer jetzt verächtlich anmerken möchte: „Ist doch Pupskram, schafft jedes Baby!“ hat vollkommen Recht. Damit bin ich auf einem Niveau, auf dem ich zwar eine erste auch offizielle Prüfung ablegen könnte. Diese bewegt sich aber tatsächlich im Bereich „Pupskram“ für Anfänger. Trotzdem bin ich begeistert! Denn was zu meiner fremdsprachlichen Talentfreiheit dazukommt: es macht mir weiterhin Spaß! Und ich werde weitermachen bis zur etwas ernstzunehmenderen CELI - Prüfung für A2. Die werde ich mir gönnen! Auch wenn niemand mich jemals danach fragen wird und die 140,- €, die es kostet, sie offiziell abzulegen, so ziemlich in den Wind gehustet sind. Beim Tempo, das ich bisher vorgelegt habe, könnte ich das sogar noch knapp vor der Rente schaffen ;o)